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Gemeinde Eggersriet
vorhergehendes Ereignis

Geologisches

 

Die Beschaffenheit des Heimatbodens bestimmt weitgehend Schicksal und geschichtliches Leben seiner Bewohner. Eggersriet ist idyllisch gelegen am westlichen Abhang des Rorschacherberges. Dieser Höhenrücken ist entstanden in der dritten Erdzeit (Tertiär), die durch mancherlei Erhebungen des Erdbodens und durch charakteristische Molasse-Ablagerungen gekennzeichnet ist. Die Gerölle, welche durch die Flüsse dem Meer früherer Erdzeiten zugeführt wurden, haben sich im Laufe der Jahrmillionen zu ungeheurer Mächtigkeit gehäuft und sich zu verschiedenen Gesteinsformen von drei Sedimenten ausgebildet, die als Nagelfluh, Sandstein und Mergel bezeichnet werden. Für Eggersriet ist eine besondere Form des Sandsteines charakteristisch, der durch Erhärtung des Sandes nach dem Rückzug des Meeres entstanden ist. Auf dem Rossbüchel und der Eggersrieter Höhe sind die höchst gelegenen Vorkommnisse einer besonders eigenartigen Form der Molasse, die als Seelaffe bezeichnet wird, festgestellt worden. Der merkwürdige Namen stammt von einem Hügel, der als niedriger Ausläufer des Buchberges sich ziemlich weit ins Bauriet hineinschiebt. Die Seelaffe ist ein blaugraues, ziemlich grobkörniges kalkreiches Trümmergestein, dem zähe Härte und Frostbeständigkeit eigen ist. Die in der Eiszeit geschliffenen Abhänge von Eggersriet liegen in sonniger, nebelfreier Höhe, deren Klima vorwiegend durch das Säntisgebirge beeinflusst wird. Nach dem Ausgang der Eiszeit bedeckten sich diese Höhen schon frühzeitig mit Wald, da sie für die Bildung von Hochwald besonders geeignet waren. Vorherrschend waren zunächst Eiche und Buche, bis vom Bergwald her die Tannen sich durchzusetzen wussten. Als dann unten im Tal die Pfahlbauer, die Kelten, Römer und Alemannen ihre ersten Siedlungen anlegten, waren die Höhen von Eggersriet noch auf Jahrhunderte hinaus mit Wald bedeckt. Der erste Geschichtsschreiber des Dorfes, Jakob Geisser berichtet, dass ihm ältere Leute erzählt hätten, wie sie sich noch gut erinnern könnten, dass der Wald bis an den Rand des damals noch kleinen Dorfes reichte.

(Quellennachweis: Eggersriet von Emil Spiess)

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