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Gemeinde Eggersriet

Innenverdichtung

An der Bürgerversammlung wurde unter anderem diskutiert, wie die Innenverdichtung in Eggersriet stattfinden soll und ob auf die bestehenden Gebäude Rücksicht genommen werden muss. Einpassung ins bestehende Ortsbild versus intensivere Nutzung des Baulandes, ein wahrlich aktuelles Thema.

Grundsätzlich ist der Auftrag des eidg. Raumplanungsrechts und des kant. Baugesetzes klar, dass alle Gemeinden eine innere Verdichtung vornehmen müssen und damit die Verwendung von neuen Geländekammern möglichst vermeiden. Eggersriet hat das Thema der Innenverdichtung bereits schon seit Jahren verfolgt, wenn es damals auch nicht so formuliert wurde. Ein gutes Beispiel ist die Siedlung am Neuwiesenweg, welche schon längere Zeit besteht und eine sehr kompakte Einfamilienhaussiedlung ist. Die Wohnqualität für die Bewohner ist dank der guten Platzierung der Gebäude nicht gemindert. Auch das Gebiet „Im Ried“ oder das dreigeschossige Gebiet an der Säntisstrasse sind sehr kompakte Baubereiche und gut genutzt. Neuere Projekte, wie in der Neuwiese, sind ebenfalls nach diesen Kriterien der inneren Verdichtung bewilligt worden. Wesentlich für unsere Gemeinde ist, dass nebst den Baukörpern auch ein Grünanteil um die Häuser in Erscheinung tritt. Eggersriet ist eine ländliche Gemeinde und sollte nicht urbane Züge erhalten, auch wenn verdichtet gebaut wird. Alleine durch die Erschliessung mittels Tiefgarage kann zwischen Grünbereich und Verkehrsflächen ein positives Verhältnis geschaffen werden. Auch im Gemeindeteil Grub SG ist der historische Dorfteil, die Kernzone, sehr kompakt bebaut und der Bodenverbrauch ist für die Anzahl Wohnungen sehr gering.

Generell ist festzustellen, dass früher kompakter gebaut wurde, Häuser aneinander gereiht wurden und damit Erschliessungsbereiche und Bauland gespart werden konnten. Der Wunsch nach freistehenden Einfamilienhäusern mit stattlichem Umschwung ist eine Entwicklung der letzten 30 – 40 Jahre. Damit sind schöne, locker bebaute Siedlungen mit hoher Wohnqualität entstanden. Die Bodenpreisentwicklung hat diesen Trend etwas gebrochen und verursacht auch in diesen Quartieren heute eine bauliche Erneuerung mit einem besseren Verhältnis von Einwohner / Bodenfläche. Generell ist aber in der Schweiz der Wohnraumbedarf pro Einwohner immer noch zunehmend.

Kritisch diskutiert wurde an der Versammlung die Situation, bei der ein bestehendes Einfamilienhaus abgebrochen und die entsprechende Parzelle intensiver genutzt wird. Solche Objekte sind meistens in der W2, also der zweigeschossigen Wohnzone (2 Vollgeschosse und ein Dachgeschoss). Wenn also in diesem Bereich grosse Parzellen neu konzipiert werden, ist eine innere Verdichtung mit drei und mehr Wohneinheiten durchaus machbar. Dass bei solchen Projekten dann verschiedene Interessen aufeinander prallen, ist verständlich. Die Gemeinde begrüsst es, wenn solche Projekte im Rahmen eines Sondernutzungsplanes realisiert werden, damit die Umgebung frühzeitig miteinbezogen werden kann und die Interessen offen gelegt werden. Diese Sondernutzungsplanungen sind aufwändig und anspruchsvoll. In der Regel ist man jedoch schneller am Ziel, weil Rechtsverfahren dann eher unterbleiben. Innenverdichtung ist nicht nur ein Auftrag des Gesetzgebers, sondern die Art, wie man künftig raumplanerisch arbeiten muss. In der Umsetzung ist sie sehr anspruchsvoll und fordert Planer, Baubehörden und Nachbarn. Es führt aber kein Weg am Dialog unter den Akteuren vorbei.

Datum der Neuigkeit 6. Apr. 2018
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