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Gemeinde Eggersriet

Abwassergebühren

Das Abwasserreglement wurde im letzten Jahr total überarbeitet und auf 01.01.2021 in Kraft gesetzt. Nebst den technischen Bestimmungen, welche den heutigen Normen angepasst wurden, sind auch die finanziellen Belange neu geregelt worden.

Betreffend Finanzierung legt das Reglement fest, dass eine Grundgebühr erhoben wird, welche primär für das Abwasserentsorgungsnetz verwendet wird. Ferner wird eine Verbrauchsgebühr nach der Abwasserfracht respektive dem Frischwasserbezug erhoben, welche die Schmutzwasserentsorgung finanzieren muss. Diese mengenabhängige Gebühr deckt in erster Linie den jährlichen Beitrag an den Abwasserverband Altenrhein. Die Gemeinde bezahlt pro Jahr rund Fr. 280'000.– an den Betrieb der ARA. Solange diese Betriebsbeiträge stabil sind, kann auch die mengenabhängige Verbrauchsgebühr auf dem Betrag von Fr. 2.50 je Kubikmeter Frischwasserbezug bestehen bleiben. Die Abwassergebühr exklusive Mehrwertsteuer ist somit konsumiert durch den Reinigungsaufwand für die angelieferte Fracht. Sollte die vierte Reinigungsstufe der Kläranlage zu Mehrkosten führen, wäre dieser Ansatz zu überprüfen. Spezialfälle stellen Gewerbebetriebe mit besonders hohem Abwasseranfall dar, da werden mindestsens die Schmutzfracht-Beiwerte der Kläranlage in Rechnung gestellt.

Die Grundgebühr, welche die Kanalisationsleitungen finanzieren muss, ist etwas aufwendiger in der Kalkulation. Dabei geht es nicht um die jährliche Festsetzung der Gebühr, sondern um eine Abschätzung von Betrieb und Investitionen für die nächsten 30 bis 40 Jahre. In einer Anlagebuchhaltung muss sichergestellt werden, dass die heutigen Investitionen von mehreren Millionen Franken wertmässig fortgeschrieben bleiben. Erfreulicherweise sind diese Kanalisationsleitungen abgeschrieben und müssen nur noch unterhalten werden. Der Unterhalt, also die bisher aufgelaufenen Posten für die Schadensbehebung, macht in den nächsten fünf bis zehn Jahren in etwa eine Million Franken aus. Weil die einmaligen Anschlussbeiträge, die durch neue Liegenschaften generiert werden, wegen der geringeren Bautätigkeit eher zurückgehen, können diese Unterhaltsarbeiten am Kanalisationsnetz nicht von der Reserve getragen werden. Diese weist einen Bestand von rund Fr. 180'000.– auf, was in etwa einer Jahresausgabe entspricht. Der Gemeinderat ist der Meinung, dass eine Jahresausgabe als Reserve notwendig ist für allfällige unvorhersehbare Investitionen oder Schadensbehebungen.

Die rund 1'000 Haushalte müssen somit jährlich rund Fr. 100.– leisten zur Sicherung des Kanalisationsnetzes. Die jährliche Grundgebühr je Nutzungseinheit wird dem Hauseigentümer in Rechnung gestellt, welcher diese Kosten wie bis anhin über die Nebenkostenabrechnung fakturiert. Einfamilienhausbesitzer erhalten logischerweise die Rechnung mit den übrigen Ver- und Entsorgungsgebühren der Gemeinde.

Nachdem die Abwassergebühren über Jahre nicht der Teuerung und den gestiegenen Baukosten sowie den Betriebskosten des Abwasserverbandes angepasst wurden, erachtet es der Gemeinderat für angemessen, die Gebühren so zu fixieren, dass die Beiträge für die nächsten fünf bis zehn Jahre beibehalten werden können.



Datum der Neuigkeit 9. Juli 2021
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